Im Alter von 12 Jahren fing Jürgen 1966 am Strand von Westerland mit dem Surfen an. Vorbilder waren damals die Sylter Rettungsschwimmer, von denen er die Bretter ausleihen durfte, die ihm alles über Strömungen usw. beibrachten. Auch auf seinem ersten richtigen Surftrip 1970 nach Gran Canaria wohnte Jürgen im VW Bus von LIveguard Walter Viereck alias «Don Cuadrado». Es folgten zig andere Surfsafaris unter anderem bestimmt 20x Biarritz, Rucksacktrip nach Californien oder exotische Wellen auf Sri Lanka. Zuhause auf Sylt wurden erste Surfboardreparaturen und Shapeveränderungen durchgeführt und auch der eine oder andere Shapeversuch waren dabei. Unterstützend half eine Lehre als Raumausstatter/Tischler. Nach Abschluss wurde sofort Jürgens Traumberuf Rettungsschwimmer ausgeübt, nur so liessen sich das Surfen und die ausgedehnten Winterreisen verwirklichen.
In Biarritz lernte er dann auch seinen späteren Geschäftspartner Thomas Herz kennen, mit dem er den Surf Shop Sylt eröffnete und die Marke «Surf Line Sylt» kreierte. Shaper aus Hawaii, Australien und Frankreich arbeiteten in der «Surf Line Sylt» Custom-Made Werkstatt. Richtungsweisende Shapes wurden hier entwickelt.
Jürgen fing 1973 auch mit dem Windsurfen an und wurde in der Brandung durch seine Surferfahrung sehr schnell sehr gut. Er sah das Windsurfen wie viele andere derzeit nicht als Stehsegeln an, sondern als Wellenreiten mit Segel. Hannes Marker (Marker Skibindungen) sah ihn vor Kampen und beschloss Jürgen mit einem Entwicklungsauftrag versehen zu dem Pan Am World Cup nach Hawaii zu schicken.
Zusammen mit seiner Frau Ute und Tochter Britta (Bitsy) ging es zuerst nach Garmisch, um dort die Pläne für den Marker Prototypen auszuarbeiten. Gebaut wurde dann bei Infinity Surfboards Californien. Der zweite Platz beim World Cup 1977/78 bestätigte das gelungene Design und den Einstieg Jürgens in die Weltklasse.
Die nächsten Jahre verliefen etwa nach dem selben Muster. Sommer auf Sylt und Aufbau des Geschäftes, Winter in Hawaii und Teilnahme mit dem Resultat Platz 2 bis 5 beim World Cup. Jürgen shapte das erste Pintail Windsurfboard, was grosses Aufsehen erregte und knackte so nebenbei den World Speed Record in Weymouth mit einer umgebauten Surfboard-Gun als der Rest noch mit «Zigarrenkisten» fuhr.
1981 beendete Jürgen die Zusammenarbeit mit Marker, da er in der Marker-internen Entwicklung Mischboard aus Verdränger/Gleitboard keine Zukunft sah. Für die Gründung der Marke F2 wurde er nun als Profi und Designer von Peter Brockhaus unter Vertrag genommen und so designte Jürgen die anfänglichen F2 Erfolgsmodelle Starlit, Sunset, Comet, Strato und Bullitt.
Als Profi führte er 1983 die Gesamtworldcup-Wertung an, bis ein schwerer Trainungsunfall im Sturm vor Sylt (mit 3 gebrochenen Halswirbeln) die Erfolgsserie unterbrach. Aber schon im Frühjahr 1984 kämpfte sich Jürgen mit einer Metallplatte im Genick in Omaesaki, Japan auf den ersten Platz im Waveriding vor. Bis 1986 ging es dann noch weiter mit der parallelen Entwicklungsarbeit, Filmprojekten und Worldcups.
Durch schlechte Revier/Jahreszeiten-Auswahl wurden diese jedoch zunehmend zu Veranstaltungen ohne Wind. Die nervige Warterei und den Pausenclown für die Zuschauermenge zu spielen waren nicht Jürgens Ding und so kündigte er bestehende Profi-Verpflichtungen bzw. wandelte sie in reine Entwicklungsverträge um.
1981 hatte die Familie Hönscheid die Kanaren Insel Fuerteventura das erste Mal besucht und lieben gelernt. Seit dem gehörten jedes Jahr mehrmonatige Trainings-Aufenthalte dort ins Programm. 
1986 wurde ein Traum wahr: auf Sylt wurden die Geschäfte verkauft, der Landcruiser mit dem nötigsten beladen - so machten sich Ute und Jürgen zusammen mit den Töchtern Bitsy und Sonni auf den Weg Ñ Ziel: die Kanarischen Inseln. Der Surf-Shop Partner Thomas Herz hatte glücklicherweise ähnliche Pläne, ihn zog es allerdings nach Teneriffa.
Nach anfänglichen anderen Aktivitäten besann sich Jürgen sehr bald wieder auf sein ursprüngliches Handwerk: das Bretterbauen. Er gründete die Marke Northshore Surfboards/JH Design und baut reine Custom-made Windsurfer, Surfboards und Kiteboards. Die Jahre der Zusammenarbeit mit einigen der weltbekanntesten Shaper sollte sich auszahlen.
Nebenbei wurde Jürgen Mitglied im Test-Team des SURF-Magazins. Er hatte so die Gelegenheit sämtliche neue Shapes zu testen und auch zu vermessen. Ausserdem schreibt er zahllose Artikel für Fach-und andere Magazine, wobei Ute als Fotografin die passenden Fotos dazu liefert.
1991 baut er das erste Windsurfboard unter 5 kg (Artikel SURF 1992) - 1996 dann ein Board mit 3.85 Kilo (Artikel SURF Heft Nr 11/12) und ist damit absolut richtungsweisend.
Im Herbst 1998 kam dann auch noch ein Surfshop bei der Werkstatt in Lajares dazu, den Ute managed. Ganz Familienunternehmen arbeiten auch Sonni und zeitweise Bitsy dort.
Sonni (18) und Bitzi (21) haben sich inzwischen auch surferisch kräftig gemausert, wobei die dritte Tochter Janna (9) auch schon mal gelegentlich mit dem Boogie oder Surfbrett herumrutscht. Sonni wurde 1999 und 2000 Deutsche Meisterin im Surfen, Bitsy im gleichen Jahr 7te im Bodyboarden bei den Euro-Championships in Portugal und Deutsche Meisterin im Bodyboarden 2000. Nicht ohne Grund wurde Quiksilver/Roxy auf die Schwestern aufmerksam, die im Jahr 2000 zur WM nach Brasilien fliegen. Im Sog der beiden Surf-Verrückten mischt auch Jürgen die Masterclass ein wenig auf und wurde Deutscher Surfmaster 99 und Vierter der Euros.
Die «entspannten» Öffnungszeiten des Shops gestatten der Familie ihren Traum, die täglichen Surfsessions und ein Leben im und am Wasser.
Kontaktaufnahme wegen der Bestellung eines Custom-made-Windsurfers / Surfboards / Kiteboards:
Da das Thema sehr komplex ist, bevorzugen wir das persönliche Gespräch. Wenn Sie nicht ohnehin vor Ort sind, dann einfach telefonisch. Für Anfragen wenden Sie sich bitte an Jürgen direkt unter Tel: 928 86 83 21 von 11 Uhr bis 13.30 Uhr (Canarische Zeit) - sonst bitte per eMail: info@northshore-fuerte.com
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